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Chilipflanzen für scharfe Früchte aus dem Garten

Chilis haben inzwischen eine richtige Fangemeinde. Die kleinen Früchtchen gibt es von mild bis höllisch scharf und von Gelb bis zum Dunkelbraun und Violett. Dabei ist der Geschmack nicht einfach nur scharf. Die Schoten bringen auch ein fruchtiges Aroma mit. In der Küche können sie vielfältig verwendet werden. Übrigens sind die Schoten keine Schoten, sondern gehören botanisch zu den Beeren.

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Chilis – Exoten im eigenen Garten

Chilipflanzen gehören zu den Nachtschattengewächsen. Ursprünglich stammen sie aus Südamerika und sind Sonnenanbeter. Bereits die Azteken wussten das Gewürz und Gemüse zu verwenden. Chilipflanzen tragen den botanischen Namen Capsicum. Je nach Größe, Farbe, Geschmack und Schärfe werden sie auch als Spanischer Pfeffer, Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncini bezeichnet. Weltweit existieren etwa 4.000 Sorten. Als schärfste Chili der Welt rangiert derzeit Carolina Reaper im Guinessbuch der Rekorde auf Platz eins.

Die Schärfe der Chili wird in Scoville gemessen. Die Schärfeskala umfasst 10 Schärfegrade. Allerdings gibt es für einige Chilifrüchte auch einen Schärfegrad von über 10, der mit 10+ bezeichnet wird.

Chilipflanzen kaufen bringt Vorteile

Auch wenn viele Fans ihre Chilipflanzen gern selbst ziehen, manchmal wird es schwierig. Und das aus verschiedenen Gründen. Zum einen gibt es sehr viele Chilisorten. Bei geringem Platz ist es deshalb sinnvoll, beliebte Chilisorten als Pflanze zu kaufen. Zum anderen sind Chilis oft nicht leicht anzuziehen. Chilis sind manchmal etwas zickig. Mit dem Kauf von Chilipflanzen können Sie Ausfälle reduzieren und Platz sparen. Sie erhalten kräftige, gesunde Pflanzen, die Sie nach den Eisheiligen im Garten auspflanzen können. Im Gewächshaus können Sie auch schon eher pflanzen.

So pflanzen Sie Chilipflanzen

Chilipflanzen mögen einen sehr nährstoffreichen, humosen, lockeren und tiefgründigen Boden. Der Boden sollte neutral bis leicht sauer sein. Ein ph-Wert zwischen 6,5 und 7 ist für Chilipflanzen ideal. Der Standort sollte deutlich wärmer sein, als für Tomaten. Am besten gedeihen Chilipflanzen im Gewächshaus. Aber auch an einem vollsonnigen Standort im Freien fühlen sie sich wohl. Optimal ist bei Freilandpflanzung ein Standort vor einer warmen Hauswand. Der Platz sollte windgeschützt sein. Chilipflanzen können Sie auch im Pflanzkübel auf dem Balkon setzen.

Pflanzen Sie die Chilipflanzen ab Ende Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind, in den Garten. Bei Pflanzung ins Gewächshaus können Sie schon Ende April die Pflanzen setzen. Zwischen den Pflanzen sollten Sie etwa 40 Zentimeter Platz lassen.

So pflegen Sie Chilipflanzen

Chilis benötigen in unseren Regionen etwas Pflege. Vor und während des Fruchtansatzes benötigen die Pflanzen ausreichend Wasser. Gießen Sie deshalb regelmäßig und intensiv. Bekommen die Chilipflanzen zu wenig Wasser, werfen Sie die Blüten und Fruchtansätze ab. An heißen Sommertagen kann durchaus tägliches Gießen notwendig werden. Gießen Sie besonders im Topf ausreichend. Achten Sie aber auch darauf, dass das Wasser gut abfließen kann, denn Staunässe mögen die Chilipflanzen nicht. Nach dem Fruchtansatz gießen Sie etwas weniger. Die Blätter dürfen ruhig mal etwas hängen.

Da Chilipflanzen Starkzehrer sind, ist es notwendig, ausreichend zu düngen. Düngen Sie die Pflanzen gleich nach dem Pikieren das erste Mal. Ein Langzeitdünger ist dafür gut geeignet. Bevor Sie die Chilipflanzen im Freiland einsetzen, reichern Sie den Boden mit Kompost an. Nach etwa zwei Monaten können Sie ein weiteres Mal düngen.

Einen optimalen Erntezeitpunkt zu ermitteln, ist nicht einfach. Fast jede Sorte hat ihre individuelle Erntezeit. Anzeichen für die bevorstehende Ernte sind ein Farbwechsel der Beeren, die Schale wird schrumpliger und das Fruchtfleisch wird weich. Verwenden Sie zum Ernten ein scharfes Messer.

Tipps für Chilipflanzen

Wussten Sie schon, dass Sie mit dem Gießen die Schärfe der Chilifrüchte beeinflussen können? Die Schärfe lässt sich auf diese Art gut regulieren. Gießen Sie weniger, werden die Früchte schärfer. Die Blätter dürfen ruhig mal etwas hängen.

Chilipflanzen sind mehrjährig und können gut überwintert werden. Allerdings müssen Sie dazu die Chilipflanzen ins Warme holen. Sobald die Temperaturen bei Nacht unter 10° C sinken, kommen die Pflanzen ins Haus. Zum Überwintern gibt es zwei Möglichkeiten: ein heller, warmer Ort oder ein heller, kühler Ort. An einem hellen, warmen Ort sollten die Temperaturen über 20° C liegen. Sie müssen dann die Chilipflanzen weiter pflegen. An einem kühlen Ort gehen die Pflanzen in eine Ruhephase. Die Temperaturen sollten zwischen 10 und 15° C liegen. Sobald es im Frühjahr wieder warm wird, können Sie die Pflanzen in eine neue Gartensaison starten.

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